28. Dezember 2019

Wir sagen Danke!

Wir sagen Danke! Der Reisedienst des Polizeisozialwerks und Schwabenland Reisen aus Stuttgart spenden uns 10 Euro für jede bis zum 31.3. gebuchte Reise! Ein tolles Weihnachtsgeschenk! Wir würden uns freuen, wenn andere Firmen folgen.

27. Dezember 2019

Unsere Arbeit geht weiter

Weihnachten ist vorbei, und unsere Arbeit geht weiter. Ein Projekt, das uns sehr berührt, liegt in der Stadt Tenkodogo liegt mitten in der Provinz, südlich der Hauptstadt von Burkina Faso. Die Gegend gehört zu den ärmsten des Landes. Immer noch sind hier viele Kinder unterernährt.

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22. November 2019

20. November 2019

Der ganze Stolz des Centre Jubilee in Korhogo

Er ist der ganze Stolz des Centre Jubilee in Korhogo: der Bauernhof draußen vor der Stadt. Hier können Kranke zur Ruhe kommen, stabiler werden, wieder Vertrauen zu sich selber fassen. Hier wird verschiedenstes Gemüse angepflanzt und werden Hühner/ Schweine gezüchtet. Das Team um Soeur Janine (Mitte) hat ständig neue Ideen. Seit Kurzem macht das Zentrum seine eigene Blutwurst und produziert mit einer simplen Flechtmaschine Maschendraht für die Zäune der Bauern der Gegend. Offenbar eine Marktlücke in Korhogo.Bild: Hartmut Schwarzbach

18. November 2019

Sie nannten mich die Verrückte

„Sie nannten mich die Verrückte. Eine Narbe an meinem Handgelenk erinnert mich an das Eisen, mit dem ich an einen Baumstamm fixiert war. Ich lebte damals in Bondoukou im Osten der Elfenbeinküste. Eineinhalb Monate lang hielten sie mich gefangen, ich konnte nicht einmal aufstehen. Ich bin nach meiner Befreiung 2003 in das Frauenzentrum von St. Camille in Bouaké gebracht worden und lebe seither dort, da geht es mir gut“

Im Alter von 24 Jahren ist Christine Awa Kouadio an einer psychischen Störung erkrankt und wurde von ihrem Mann verlassen. Er zog zu einer anderen Frau nach Abidjan und ließ Kouadio allein mit zwei kleinen Kindern. Ihre beiden Söhne leben bei Verwandten. Jetzt ist sie Mitte 40. „Ich habe viele Freundinnen im Frauenzentrum, einen Freund aber habe ich nicht“, sagt sie. „Wenn Gott es will, dann heirate ich noch einmal.“

(Foto: Uli Reinhardt/Zeitenspiegel)

16. November 2019

Psychiatrie im ganzen Norden der Elfenbeinküste

Die einzige Psychiatrie im ganzen Norden der Elfenbeinküste ist das Centre Jubilé in der Provinzhauptstadt Korhogo, das seit vielen Jahren zu unseren Partnern zählt. Derzeit leben 38 Menschen stationär im Zentrum und werden zirka 1220 PatientInnen von hier aus ambulant in den umliegenden Dörfern versorgt. Auf dem Bild tagt der Vorstand. In ihm sind Lehrer versammelt, Künstler, örtliche Bauunternehmer, pensionierte Beamte, Musiker. Es gibt so viel Kraft in der Ziviligesellschaft dieser Stadt!

Und doch hat der Vorstand ernste Themen zu besprechen: Die Suchtproblematik nimmt seit einigen Jahren in Westafrika dramatisch zu. Die Mitarbeiter in Korhogo fühlen sich überfordert von den vielen (oft aggressiven) Abhängigen, die ins Zentrum gebracht werden. Es gibt in der Region keinen funktionierenden Drogenentzug.

Wir wollen uns dem Problem im neuen Jahr annehmen. Dazu bald mehr!

15. November 2019

Wir dürfen vorstellen

Unser Verein arbeitet überkonfessionell. Zu der ersten Generation der Psychiatriebegründer in der Elfenbeinküste und Burkina gehören allerdings viele katholische Geistliche. Soeur Claudine Claudine Anxionnat ist die Chefin von St Camille Bondoukou. Auf dem Bild schaut sie recht streng, tatsächlich begegnet sie den Widrigkeiten ihres Alltag meistens mit ihrem ausgeprägten Humor. Ihr Zentrum ist mitten in der Provinz, nahe an der Grenze zu Ghana. Sie lebt seit 33 Jahren in der Elfenbeinküste, liebt Nutella und fährt mit ihrem Auto mit Allradantriebe mit Karacho über die roten Sandpisten im Osten der Elfenbeinküste. Die Ordensschwester der Sœurs de la Providence de Portieux ist nur noch selten in ihrer früheren Heimat, dem Elsass. Sie leitet das Zentrum in Boundouko zusammen mit Germain Yao Adingra.

Die weitläufige Anlage wurde 2004 eröffnet und beherbergt derzeit rund 60 psychisch Kranke, Männer wie Frauen. Soeur Claudine kümmert sich mit ihrem Team um die Versorgung der Patienten, verwaltet die Ambulanz, wo rund 500 Patienten behandelt werden, und regelt den Medikamentennachschub. Zum Zentrum gehört eine Schweinezucht, außerdem werden die Früchte der Cashewnuss weiterverarbeitet und verkauft. Unser Verein unterstützt Bondoukou seit 2013 mit Medikamenten und lädt Mitarbeiter zu Fort- und Weiterbildungen ein. Das Zentrum ist nachts nur von einer einzigen funzeligen Glühbirne erleuchtet. Geplant ist der Bau einer Solaranlage. Sponsoren werden noch gesucht!

14. November 2019

Ein Schlüssel zum Aufbau der Psychiatrie in Afrika

Ein Schlüssel zum Aufbau der Psychiatrie in Afrika ist die Weiterbildung. Was nutzt es, Gebäude zu bauen und Brunnen zu bohren, wenn es kein Personal gibt, um die Kranken menschlich und fachlich zu begleiten?Weiterbildung ist seit einiger Zeit einer unserer Schwerpunkte, angeschoben durch Marion Krieg, langjährige Bereichsleiterin der Gemeindepsychiatrie in Reutlingen.

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Ein Film über unseren Freund Gregoire Ahongbonon

Ein Film über unseren Freund Gregoire Ahongbonon, ein ehemaliger Reifenflicker, der zu einen der Pioniere der Psychiatrie in Westafrika wurde. Die Dokumentation ist schon etwas älter, hat aber leider nichts von ihrer Aktualität verloren. Der Film ist auf französisch, verfehlt jedoch nicht, auch ohne franz. Sprachkenntnisse, seine Wirkung.

13. November 2019

Christian Yoboué. Ein Lebenslauf, der uns nicht mehr losließ

Am Anfang unserer Vereinsgeschichte stand er: Christian Yoboué. Ein Lebenslauf, der uns nicht mehr losließ. Wir trafen ihn zum ersten Mal im Jahr 2002 im Zentrum St.Camille in Bouake, damals war er knapp vierzig. Drei Jahre an der Kette hatte er damals hinter sich. Seine eigene Familie hatte ihn im Dorf angekettet, aus Angst vor ihm.

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12. November 2019

Die Ziele unserer Hilfe

Wir haben in Bouake begonnen, zweitgrößte Stadt der Elfenbeinküste, Sitz eines der ersten Psychiatrien der Region. Nach und nach haben wir unsere Aktivitäten auf andere Orte ausgedehnt. Wir sind dabei kein Träger, uns gehören die Zentren nicht, sondern wir unterstützen lokale Grasroot-Initiativen. Besonders in Burkina Faso kam es in den letzten vier Jahren zu einer regelrechten Gründungswelle an Psychiatrien. Wir helfen ihnen unterschiedlich, mit Medikamenten, Weiterbildung, der Finanzierung von Personal, dem Bau von Infrastruktur, manchmal auch mit dem Zukauf von Lebensmitteln, Gemüse und Fisch. So groß ist die Not. Auf dieser Karte seht ihr, wo sich unsere Partnerzentren befinden.

20. August 2019

Die Weiterbildung als zentrales Thema

„Ich bin so froh, dass ihr euch des Themas Psychiatrie in Afrika angenommen habt“, sagte uns neulich ein Vertreter einer großen deutschen Hilfsorganisation. „Die Not dort ist groß – die psychiatrische Hilfe ist kulturell herausfordernd und schwierig.“

Ein Schlüssel zum Aufbau der Psychiatrie in Afrika ist die Weiterbildung. Was nutzt es, Gebäude zu bauen und Brunnen zu bohren, wenn es kein Personal gibt, um die Kranken menschlich und fachlich zu begleiten? Einer unserer Schwerpunkte dieses Jahr ist deshalb die Weiterbildung.

Ermöglicht wurde uns dies durch die Unterstützung von Marion Krieg, Bereichsleiterin der Gemeindepsychiatrischen Hilfen in Reutlingen, und Dr. Ulrich Walter, niedergelassener Psychiater und Neurologe in Fulda.

25. Juli 2019

Psychiatriepersonal aus Bobo-Dioulasso bildet sich in Reutlingen fort

Im Juli durften wir in Deutschland eine sechsköpfige Delegation unseres Partnerzentrums aus Bobo-Dioulasso in Burkina Faso begrüßen. Es war uns eine besondere Ehre: Pater Emmanuel Nabaloum und Camille Kabore, der eigentlich Marketingexperte ist, sind Pioniere der Psychiatrie in Burkina Faso. Sie besuchten uns mit einem Team aus Psychiatern, Fachkrankenpfleger und Betreuern.

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25. Juni 2019

Die neue Geschäftsführerin besucht die Zentren

Für zwei Wochen reisten unsere neue Geschäftsführerin Angelika Kobilke mit dem Vorstand und ZEIT-Redakteur Wolfgang Bauer sowie dem Psychiater Dr. Marc Stefaniak, der in Berlin bei der Charité arbeitet, durch die Zentren von Bouaké, Korhogo, Bobo-Dioulasso sowie zu einer neuen psychiatrischen Einrichtung in Tendoko in Burkina Faso, um Gespräche über künftige Projekte zu führen. Wir sind sehr glücklich, dass Dr. Stefaniak uns künftig bei unserer Arbeit zusätzlich unterstützen will. Hochwillkommen ist uns auch, dass er bereits als Vorstand des Hammer Forums mehrjährige Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit hat sammeln können.

25. April 2019

Einführung einer modernen Generation an Psychopharmaka

Im April hielt Dr. Ulrich Walter eine zweitägige Schulung über die Einführung einer neuen Generation an Psychopharmaka, die bisher in der Elfenbeinküste und Burkina Faso noch nicht eingesetzt worden waren. Das Seminar fand in den Verwaltungsräumen unserer Partner von St.Camille in Bouaké (Elfenbeinküste) statt. Fachkrankenpfleger unseres Netzwerkes aus sieben Psychiatriezentren, die über zwei Länder verteilt sind, nahmen daran teil. Konkret ging es um Antidepressiva, Antipsychotika und ein Antiepileptikum. Medikamente, die bei ausgewählten Patienten eingesetzt werden sollten. Gemeinsames Ziel ist es, die Patienten, die mit heftigen Nebenwirkung auf die bisher vor Ort üblichen Medikamente reagieren, auf die neueren umzustellen. Besonders bei Schwangeren muss sorgfältig darauf geachtet werden, was verschrieben werden darf. Das größte Problem sind dabei die hohen Kosten. Die neueren Psychopharmaka sind um ein Vielfaches teurer als die älteren.

Wir suchen hierfür noch Spender! Bitte fragen Sie weitere Infos bei uns an.

25. März 2019

Regionale Fortbildung in Burkina Faso

Der Freundeskreis St. Camille e.V. konnte vom 10. bis 16. März 2019 eine erste regionale Fortbildungsveranstaltung für Mitarbeiter unserer psychiatrischen Partner-Zentren in der Elfenbeinküste und in Burkina Faso zum Thema „Ergotherapie mit psychisch Kranken“ durchführen. Die Sozialarbeiterin Marion Krieg, die in unserem Verein seit 2017 ehrenamtlich tätig ist, plante diese Fortbildung in enger Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation in Burkina Faso, dem Centre Notre Dame de l’Espérance (CNDE). Es befindet sich in Bobo-Dioulasso, der zweitgrößten Stadt des Landes. Die 16 Teilnehmer, darunter Ärzte und Pflegepersonal, kamen aus drei psychiatrischen Zentren der Elfenbeinküste (aus Bondoukou, Korhogo und Bouaké) sowie aus zwei psychiatrischen Zentren in Burkina (Ouagadougou und Bobo-Dioulasso).

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25. Februar 2019

Die Weiterbildung als zentrales Thema

„Ich bin so froh, dass ihr euch des Themas Psychiatrie in Afrika angenommen habt“, sagte uns neulich ein Vertreter einer großen deutschen Hilfsorganisation. „Die Not dort ist groß – die psychiatrische Hilfe ist kulturell herausfordernd und schwierig.“

Ein Schlüssel zum Aufbau der Psychiatrie in Afrika ist die Weiterbildung. Was nutzt es, Gebäude zu bauen und Brunnen zu bohren, wenn es kein Personal gibt, um die Kranken menschlich und fachlich zu begleiten? Einer unserer Schwerpunkte dieses Jahr ist deshalb die Weiterbildung.

Ermöglicht wurde uns dies durch die Unterstützung von Marion Krieg, Bereichsleiterin der Gemeindepsychiatrischen Hilfen in Reutlingen, und Dr. Ulrich Walter, niedergelassener Psychiater und Neurologe in Fulda.